Nr. 5
Januar 2003
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„Auftrittsgiggerig“ vs. „Auftrittsmüde“

Was gibt’s denn schon Schöneres, als nach einem erfolgreichen Konzertauftritt die ganze „Show“ nochmals Revue passieren zu lassen, die Aufregung eine Minute vorher sich nochmals zu vergegenwärtigen, kurz vor dem einschlafen nochmals „He’s my saviour“ durchzusingen weil der Schlaf einfach doch nicht kommen will, innerlich sich noch einmal das Rauschen des Applaus’ anzuhören, der Erleichterung nach dem letzten Ton nochmals nachzuspüren, sich an das Kompliment eines Freundes, einer Bekannten nochmals zu erinnern....?

Ja, natürlich, es gibt auch andere schöne Dinge auf dieser Welt, aber kaum etwas erreicht eine solche Intensität für den Moment wie die Musik, das Singen im speziellen! Und nicht nur der Moment eben, sondern mit einer Wirkung, die gut und gern ein paar Stunden hinhält, bis man wieder „drunten“ ist und sich in der Erinnerung verankert. Mir geht es jedenfalls so - da könnte man fast süchtig danach werden.
Nun ist diese Intensität aber leider nicht beliebig herstell- und reproduzierbar. Es kann durchaus sein, dass man mal dieses oder jenes Lied schlicht und einfach zuviel gesungen oder gehört hat. Es kann durchaus auch sein, dass man mal zu viele Auftritte bestreiten muss und dass man einmal kaum mehr mag! Haben wir vielleicht im letzten Jahr den Bogen etwas überspannt? Ich denke, dass es wichtig ist für unsern Chor, dass wir die Anzahl und Art der Auftritte sorgfältig planen und eine Sensibilität dafür entwickeln, was wir tun wollen und was nicht.
So wünsche ich Euch allen, liebe Sängerinnen und Sänger des „Spirit of Gospel“, nicht nur das allerbeste für Euch persönlich und eure Lieben, sondern ein an intensiven Proben- und Konzerterlebnissen reiches Jahr 2003!

Euer, Beat Dähler
nächster Redaktionsschluss:
30.Juni 2003

Wir hoffen, dass Euch der Start ins neue Jahr gelungen ist.
Gesundheit, Glück und jede Menge Aufsteller im 2003, das wünscht Euch der gesamte Vorsand des „Spirit of Gospel“

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